Impressum anzeigen Dölli`s Diskussionsforum :: Thema anzeigen - Konzertreviews

Startseite anzeigen
Chat  •  Downloads  •  eCard  •  FAQ  •  Kalender  •  Kontakt  •  Login  •  Mitglieder  •  Private Nachrichten  •  Profil  •  Registrieren  •  Sitemap  •  Suchen


Konzertreviews
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4 ... 32, 33, 34  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Beiträge ausdrucken    Dölli`s Diskussionsforum Foren-Übersicht -> Musik
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 07:30       Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ich weiß, Torsten, aber des wäre jetzt etwas eng, is ja schon morgen.

Pecht gehabt. Sehr dumm gelaufen!
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 07:53       Titel: Antworten mit Zitat

Hab grad bei e-Bay geguckt. Die bieten keine Karten für Diary of Dreams an. Nur HIM und Andrea Berg bis zum Umfallen.
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
bomberpilot77
Ureinwohner
Ureinwohner


Alter: 41
Anmeldedatum: 15.10.2009
Beiträge: 528
Geschlecht: Männlich

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 11:49       Titel: Antworten mit Zitat

Bely dann kannste höchstens noch auf gut Glück hindüsen und hoffen dort jemanden anzutreffen der seine Karte loswerden will. Aber wie ich dich kenne ist dir das zu unsicher.
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 05.02.2008, 12:01       Titel: Antworten mit Zitat

Korrekt!
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 07.02.2008, 14:05       Titel: Antworten mit Zitat

Jetzt ist gestern auch noch das Konzert von ASRAI am Sonntag im Nachtleben in Frankfurt, wo ich hinwollte, abgesagt worden!

Sehr schade! Schon das 2. Mal diese Woche in Bezug auf Konzerte Pech gehabt.
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 10.02.2008, 20:30       Titel: Garden of Delight (G.O.D.) < 6/08 > Antworten mit Zitat

Samstag, 09.02.2008
Darmstadt, An Sibin
Konzertbesucher: Bely & Silke, Maru, Maddelchen u.a.

Seit Ende Februar letzten Jahres (übrigens auch im An Sibin) war das jetzt das 6. Mal(!), daß ich G.O.D. live gesehen habe!
Aber mann kann davon nie genug kriegen.

Als wir gegen 21 Uhr ankamen, waren zwar alle Tische besetzt, aber brechend voll war's net. Die Band fing so gegen 21.30 Uhr an zu spielen, ging wie immer voll ab und war geil.

Anmerkungen:

Der gesamte hintere Bereich, da wo auch die Dart-Automaten und der Tischfußball stehen, ist durch eine Glaswand vom übrigen Bereich abgetrennt und ist Raucherzone. Sehr gut gelungen!

Die Bedienungen waren nicht grad die Schnellsten, meistens bekam man eher etwas, wenn man sich selbst an der Theke versorgte.

Es war sehr warm, sodaß ich, obwohl die meisten Leute T-Shirts trugen, innerhalb kürzester Zeit schweißgebadet war.

Auch die "Headbanger" vom letzten Freitag in Reinheim waren wieder da. Haben sich aber dieses Mal zurückgehalten.

Hab einige Bekannte dort getroffen. War mal was ganz Neues.

Und auch diesmal gefiel wir meine Begleiterin (Silke), von allen Frauen, die dort waren, am Besten!
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz


Zuletzt bearbeitet von schwarzer Bandit am 24.03.2008, 09:42, insgesamt einmal bearbeitet

Änderungsgrund von schwarzer Bandit: Schreibfehler
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Maru
Ureinwohner
Ureinwohner


Alter: 25
Anmeldedatum: 03.05.2007
Beiträge: 399
Geschlecht: Weiblich
Wohnort: Alsbach-Hähnlein

BeitragVerfasst am: 11.02.2008, 09:09       Titel: Re: Garden of Delight (G.O.D.) Antworten mit Zitat

schwarzer Bandit hat Folgendes geschrieben:


Als wir gegen 21 Uhr ankamen, waren zwar alle Tische besetzt, aber brechend voll war's net.


Wir waren ja auch so nett und haben euch was freigehalten


jaja, das Konzi war schon sehr lustig ^^
Dölli, du hast was verpasst
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger ICQ-Nummer
schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 11.02.2008, 10:13       Titel: Antworten mit Zitat

Du hast Recht, Maru! War wirklich sehr nett von euch!

Aber die Stühle waren im Grunde genommen ja später überflüssig, oder?
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Maru
Ureinwohner
Ureinwohner


Alter: 25
Anmeldedatum: 03.05.2007
Beiträge: 399
Geschlecht: Weiblich
Wohnort: Alsbach-Hähnlein

BeitragVerfasst am: 11.02.2008, 10:58       Titel: Antworten mit Zitat

Ja da hast du Recht... nur für die Pause war se ganz gut
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger ICQ-Nummer
wolle
Gast





Geschlecht: Keine Angabe

BeitragVerfasst am: 11.02.2008, 21:37       Titel: Antworten mit Zitat

ich hab am 2.2. G.O.D. da serste mal live gesehn im Biddy Earlies in Stuttgart...war ganz nett, der Dauergrinser an der Geige hat bisl genervt, das kam oft bisl künstlich rüber , dafür is der Basser Elton n cooler Typ und der Michi n Rocker, yeeaah
Von den Songs haben mir Tired Of Asking und Boneman so am besten gefallen
Nach oben

Silke
Gast





Geschlecht: Keine Angabe

BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 09:59       Titel: Antworten mit Zitat

Der Dauergrinser heißt Domi, ist ein sehr guter Freund von mir, spielt fantastisch Geige und ist nun mal lebenslustig und fröhlich, keineswegs künstlich – und ein wenig Show gehört doch so oder so dazu. Denke, es kommt eh eher auf die Musik an, als auf die Gesichtsausdrücke der Bandmitglieder, oder? zwinkern Aber stimmt, Elton is cool – sind se aber eigentlich Alle.
Vllt. sieht man sich ja mal auf nem Konzi.

LG
Silke
Nach oben

schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 22.02.2008, 07:30       Titel: G.O.D. & The Islanders ( 7/08 ) Antworten mit Zitat

G.O.D. & The Islanders
verfasst: 18.02.2008

Samstag, 16.02.2008
Hockenheim, Pumpwerk

Konzertbesucher: Bely - Silke

Das Pumpwerk an sich ist nur eine kleinere Kneipe, in der Breite etwas größer wie der Weinhof in Reinheim.
Ich kam so gegen 19.15 Uhr, da war es noch relativ leer. Bei Konzertbeginn von den Islanders war es dann doch recht voll. Ich stand an einem kleinen, runden Tisch, schräg links vorne vor der Bühne, 2 m bis zur Theke (hinter mir).
Die Islanders spielten ca. 1 Stunde, oder waren es mehr? Die Zeit verging wie im Flug, was unter anderem an der fantastischen Songauswahl, und der Band insgesamt lag.
Vor allen Dingen der Geiger Jens Kempgens, er spielte früher auch mal für Paddy goes to Holyhead, und wird demnächst bei einigen Unplugged-Auftritten auch G.O.D. unterstützen, war ganz fantastisch, obwohl ihm schon früh eine Saite riß. Ich habe selten jemanden auf einer Geige (Einzige Ausnahme: Emilie Autumn) so schnell spielen sehen! (Selbst mancher Metalgitarist dürfte bei seinen Soli nicht so schnell spielen!) Und das auch noch fehlerfrei, soweit ich es beurteilen kann!
Und auch als Akkordeonspieler war er sehr gut!
Die Sängerin, Siobhan Pendergast, unterhielt das Publikum in den Pausen sehr gut, mit Witzen, aber auch Erklärungen bzw. Hintergrundinfos zu den einzelnen Songs. Sie spielt auch Flöte, was sehr gut in die Musik von The Islanders hineinpasst.
Einige Songs stammten auch aus der Feder des Gitarristen Ian Rimmer, der dann auch die Hauptvocals übernahm.
The Islanders fand ich sehr geil und auch fast alle Bandmitglieder von G.O.D., die beim Auftritt von den Islandern längere Zeit direkt vor mir standen, waren offenbar der selben Ansicht.

G.O.D. spielten auch wieder einen geilen Set, es kamen auch diesmal wieder ein paar ältere Lieder zu Gehör. Nur der Zugabenteil war diesmal anders!
Sie spielten 2 Coversongs, wobei beim ersten, an dessen Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann, ich glaub es war ein Lied von den Ärzten?, Elton (Bass) sang und Sascha Lotz Akustik-Gitarre spielte.
Der zweite Song, und gleichzeitig Schlußsong, war „No woman no cry“, auch wieder gesungen von Elton. Und zur Unterstützung der Band kam Jens Kempgens, der Geiger von den Islandern auf die Bühne! Dominik Roesch, der etatmäßige Geiger von G.O.D. hatte dadurch früher Feierabend, was er auch gleich nutzte, um sich ein Weizenbier zu holen.
Auch hier konnte Jens fast am Schluß nochmal ein irres Solo hinlegen, geil!

Anmerkungen:

Die Getränkepreise waren absolut zivil: 2,50 Euro für 0,5 Liter Mineralwasser, die kleine Flasche kostete nur 1,20 Euro!
Schlecht fand ich, daß in der näheren Umgebung kein Zigarettenautomat hing. Dadurch mußte ich in der Pause erst mal ca. 2 km laufen (ohne Jacke, brrrr!), da der erste Automat, den ich fand, meine Karte nicht lesen wollte oder konnte. Dadurch hab ich auch den Anfang vom zweiten Teil vom G.O.D. verpaßt, weiß also leider nicht, ob sie mein Lieblingslied „The very few seasons we have“ spielten!
Was ich auch total bescheuert fand, ist die Ausschilderung auf der Autobahn. Das Schild mit der Aufschrift „Hockenheim-Mitte“ hab ich erst gesehen, als ich dran vorbeigefahren bin. Dadurch konnt ich erst die nächste Ausfahrt nehmen und hab mich natürlich verfahren. Ich hab dann auf einer kleinen Polizeiwache in der Nähe des Bahnhofes mir den Weg noch mal erklären lassen und es aufgeschrieben (ich befand mich an der Stelle leider völlig entgegengesetzt zu dem Ort, wo ich eigentlich hinwollte!). Aber dank der guten Beschreibung des Polizisten kam ich dennoch relativ früh an!
Auf der Rückfahrt dann genau dasselbe Spiel, wieder war das Schild „Mannheim Frankfurt“ erst im letzten Moment zu sehen! Konnte aber an der nächsten Ampel wenigstens gleich drehen!
Raucherraum gab’s keinen, mußte also in der Kälte bibbern (bei ca. – 3 Grad). Ich ging daher nur sehr selten vor die Tür.
An meinem Tisch stand ein (älteres) Ehepaar, mit denen ich in’s Gespräch kam. Dabei stellte sich heraus, daß der Mann bei der Stadt Hockenheim Stadtrat ist. Das passiert mir immer wieder, daß ich irgendwo auf einem Konzert jemanden kennenlerne oder mich mit ihm unterhalte und sich dann rausstellt, daß der/die bei einer Gemeinde arbeitet oder Stadtrat oder ähnliches ist.
Beim zweiten Teil von G.O.D. war es vor der Bühne etwas leerer. Die Jugendlichen, die da vorher standen und auch ordentlich gebangt hatten, waren auf einmal weg.

Insgesamt haben mir beide Bands ausgezeichnet gefallen und ich hoffe, daß die Islanders mal wieder bei uns in der Nähe spielen!
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz


Zuletzt bearbeitet von schwarzer Bandit am 24.03.2008, 09:42, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 22.02.2008, 08:18       Titel: L'ame Immortelle & Thomas Sobottka ( 8/08 ) Antworten mit Zitat

L’áme Immortelle & Thomas Sobottka, Übermutter, Beyond the Void
Donnerstag, 21.02.2008
Darmstadt, Centralstation

Konzertteilnehmer: Bely



Um 21.10 Uhr eröffneten Beyond the Void (aus München) den Konzertabend. Guter Metal, die Stimme hört sich an wie eine Mischung aus HIM und The 69 Eyes. Sie durften 30 Minuten spielen, schade das es nicht länger war.

Und dann Übermutter: Sowas schräges hab ich schon längere Zeit nicht mehr gesehen!
Bis auf den Gitarristen alles Frauen!
Industrieal-Metal mit deutschem Gesang (von der Musik her Rammstein-mäßig). Ich glaube, die Sängerin ist Lucie van Org („Ich will ein Mädchen sein“). Die Songtitel waren auch merkwürdig schräg („Heim und Herd ist Gold wert“, „Dienen“ usw.). Schade, daß die CD erst im März erscheint.


Und nun zu L’ame Immortelle:


Um zu erklären, warum das neue Album von L’áme Immortelle „Namenlos“ heißt, was dies bedeutet und was die Intension für dieses Album war, werde ich im folgenden eine Kolumne (mit minimalen eigenen Änderungen) aus der aktuellen Ausgabe der Musikzeitschrift „Orkus“ (Gothic etc.) von Björn Springorum, zitieren:


Namenlos – Friedhof der Namenlosen

Unerbittlich weigert sich die Sonne, den Kampf mit dem tristgrauen Himmel über Wien aufzunehmen. Vielleicht hat sie aber auch nichts verloren hier, am Stromkilometer 1.918,3 im Wiener Randbezirk am Albener Hafen.
Ruhig und gerade fließt die mächtige Donau hier gen Osten, ein gemächlicher und breiter Strom. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass dies nicht immer so war: Noch zur Mitte des 19. Jahrhunderts muss es in der bewaldeten Ufernähe einen Strudel gegeben haben, der alles mögliche Strandgut angezogen und dann ans nahe Ufer gespült hat.
Wie es das Schicksal so wollte, wurden an dieser Stelle unverhältnismäßig oft die Leichen Ertrunkener an Land getrieben. Die Fälle häuften sich, und schon bald sprach sich herum, dass sich die Donau an jener schicksalshaften Stelle ihrer unglückseligen Fracht entledigte.
Identifizierungen der Wasserleichen blieben in den meisten Fällen erfolglos, die Toten konnten in den seltesten Fällen erkannt werden.
Aus diesem Anlass errichtete man anno 1840 unweit des Ufers, in einer heute bewaldeten Böschung, den „Friedhof der Namenlosen“ zum Gedenken an die unbekannten Toten.
Mehrere Überschwemmungen des sumpfigen Gebiets führten jedoch im Jahr 1900 dazu, den Friedhof ein Stück landeinwärts zu verlagern, wo er noch heute zu begehen ist.
Und es ist in der Tat ein seltsames Gefühl, das einen beschleicht, wenn man an der 1935 errichteten Kapelle vorbei auf den Friedhof der Namenlosen gelangt.
Eine unwirkliche Stille liegt über dem kleinen Gottesacker, auf dem noch bis 1940 die sterblichen Überreste der angeschwemmten Unbekannten ohne viel Aufwand begraben wurden.
Viele der Gräber (jedes ist mit einem identischen schwarzen Gusseisenkruzifix und einer weißen Jesusfigur geschmückt) weisen ihre Begrabenen als „Namenlos“ oder „Unbekannt“ aus – ein erdrückendes Gefühl.
Langsam streift man zwischen den vielen kleinen Gräbern umher, entdeckt aber auch immer wieder die Ruhestätten nachträglich Identifizierter.
Der Großteil der Ertrunkenen wird jedoch bis in alle Ewigkeit unerkannt bleiben – Opfer eines grausamen Schicksals, das meist durch eigene oder fremde Hand herbeigeführt wurde.

„Namenlos...wir treiben hier:Namenlos...wir bleiben hier“

Dieser Satz kommt einem unweigerlich in den Sinn, wenn man vor der großen Jesusbüste im Zentrum des Friedhofs verharrt und die totenstille Szenerie auf sich wirken läßt.
Ein bewegender Text, der sich abermals direkt auf das diesem Ort gewidmete L’áme Immortelle-Werk Namenlos bezieht, ist darunter zu lesen:

Wenn Ruh und Frieden ihr gesucht
Ihr angequälten Herzen
Fern von der Welt, die Euch nun sucht
Hier gibt es keine Schmerzen

Fehlt auch moderner Gräbertand
Nennt Euch kein Kreuz mit Namen
Ihr ruhet hier in Gottes Hand
In seinen Frieden Armen

Und kommt es einst zum Wiedersehen
Genießt die Ruh indessen
Der einstens ruft das „Auferstehen“
Wird Eurer nicht vergessen

(„Vergessen“, Eröffnungslied von „Namenlos“)

Unter dem düsteren Himmel beschleicht einem eine Gänsehaut, wenn man diese elegischen Worte wirken läßt.
Es ist zweifellos eine ganz besondere Ausstrahlung, die diesen Friedhof auch ohne den üblichen Prunk und Pomp aus Engelsskulpturen, Mausoleen und poliertem Marmor durchweht.
Fast scheint es, als wäre der Tod, das Schicksal hier näher, greifbarer als auf dem nahen, riesigen Wiener Zentralfriedhof.
Vielleicht ist es aber auch der Umstand, dass viele der namenlosen Toten Selbstmord begangen haben oder ermordet wurden, der diesem Fleckchen Erde jene drückende, melancholische Aura verleiht.
Unweigerlich formen sich Einzelschicksale vor dem inneren Auge, werden unbekannte Gräber zu den Existenzen junger Österreicher, die in den tiefblauen Wogen der Donau willentlich oder unwillentlich ihr Leben ließen.
Sichtlich bewegt erzählt Thomas Rainer, männlicher Part von L’áme Immortelle, von seinem ersten Besuch dieses Friedhofes und von jenem seltsam bedrückenden Gefühl, das ihn seither jedes Mal beim Betreten dieses Ortes ereilt.
Mit Namenlos widmet er diesem mystischen Ort nun ein Konzeptalbum, das die Aura dieses Ortes einfängt und in intensive Stücke zu kleiden weiß.
Mit einem auf diese Thematik abgestimmten Artwork nähern sich L’áme Immortelle dieser nachdenklich stimmenden Stätte, beschenken die namenlosen Toten mit Geschichten, erweisen Ihnen mit ihren Liedern die letzte Ehre.
Gänzlich in Vergessenheit geraten sind die hier ruhenden Toten also nicht. Auch der jährlich stattfindende Brauch, den unbekannten Toten ein Floß zu bauen, auf welchem ein Kranz die Donau heruntertreibt, zeugt von Anteilnahme und Ehrgefühl. „Den Opfern der Donau“ ist auf dem Kranz zu lesen, wenn er, von brennenden Kerzen umrundet, langsam auf den Wogen des Flusses davontreibt.
Mit einem flauen Gefühl im Magen verläßt man den Friedhof der Namenlosen und geht an der Straße unweit des Ufers entlang.
Plötzlich fällt ein scheinbar achtlos und krumm im Wald aus der Erde ragendes Schild auf, das man vorher nicht bemerkt hatte. Wieder ist sie da, die Gänsehaut, wenn man die Böschung herunterklettert und die Inschrift liest:

„Friedhof der Namenlosen 1840 – 1900 478 Tote“

Thomas Rainer fand durch Zufall den ursprünglichen, und heute völlig überwachsenen und verwilderten Friedhof der Namenlosen, der bis 1900 die Körper von insgesamt 478 Toten aufnahm.
Über ihm der dräuende Himmel, um ihn herum Wald, und unter seinen Füßen die Gebeine der glücklosen Seelen, deren letzte Heimstatt der erdige Morast des Donauufers wurde.
Und urplötzlich versteht man Thoms Rainer und sein Vorhaben.
Urplötzlich weiß man, warum er sich in den letzten Monaten so intensiv mit diesem heute praktisch unbekannten Ort auseinandergesetzt hat.
Doch vielleicht liegt auch in der Abgeschiedenheit und Ruhe, die man auf diesem Friedhof erlebt, ein Teil seines Reizes.
Im trubeligem Stadtzentrum würde diesem Ort zweifellos eine entscheidende Komponente fehlen.
Diesem Flecken Wiener Erde und seinen vom Schicksal gezeichneten Bewohnern ein musikalisches Denkmal zu setzen, erscheint in diesem Moment daher als das absolut Richtige.
Dass diese glücklosen Seelen eine Geschichte, ein Gesicht verliehen bekommen, ist angesichts der mulmigen Umgebung eine echte Erleichterung.
Und noch lange nach Verlassen des Friedhofs, lange nach dem Aufklaren des Himmels, hallen die am Eingang des Friedhofs zu lesenenden Worte des Lyrickers Graf Wickenburg wider, die auch im Namenlos-Titeltrack Verwendung finden:

Tief im Schatten alter Rüstern,
Starren Kreuze hier am düstern
Uferrand
Aber keine Epitaphe
Sage uns wer unten schlafe,
Kühl im Sand

Still ist’s in den weiten Auen,
Selbst die Donau ihre blauen,
Wogen hemmt.
Denn sie schlafen hier gemeinsam,
Die, die Fluten still und einsam,
Angeschwemmt

Alle die sich hier gesellen,
Trieb Verzweiflung in der Wellen
Kalten Schoß
Drum die Kreuze die da ragen,
Wie das Kreuz das sie getragen,
„Namenlos“.



So gegen 23 Uhr betraten L’ame Immortelle, unterstützt von Thomas Sobottka, der für ein bißchen Auflockerung zwischen den Liedern sorgte, und auch die Einleitung und vor den Zugaben den Schluß sprach.
Hinter dem Schlagzeug war ein riesiges Poster (so ca. 10 Meter breit, 5 m hoch, mit einem Ausschnitt des Friedhofs der Namenlosen angebracht, man sah die Grabkreuze stehen).
Sie spielten einige Lieder der neuen CD „Namenlos“ wie z.B. Erinnerung, 1.000 Voices, Bleib, Reborn, Es tut mir leid, Requiem, Blutrot, Namenlos.
Aber auch aus den anderen Alben kamen die Highlights zu Gehör.
Bei den letzten 2 Liedern vor der Zugabe: „Life will never be the same again“ (mit ganz langsam ausklingenden Schluß) und natürlich „Namenlos“ (am Beginn nur mit Akustik-Gitarre, die der Schlagzeuger(!) spielte) wurde das Riesenposter hinter dem Schlagzeug direkt angestrahlt! Gänsehaut pur!
Der erste Zugabenblock umfasste 2 Lieder, eins davon war 5 Jahre.
Der zweite Zugabenblock war nur ein Lied, das Lied, daß sie immer am Schluß eines Sets spielen: „Bitterkeit“ („um mich herum ist nur Bitterkeit, Verzweiflung und der Tod...“).


Anmerkungen:

Es war schade, daß nicht sehr viele Leute da waren. Deswegen war der Innenraum auch optisch verkleinert worden.
Auch die T-Shirt-Preise waren o.k., 15,- Euro. CDs ebenfalls 15,- Euro.
Raucherraum gibt’s keinen, aber man konnte sich vor der Tür unter den Vorbau stellen, denn es regnete ja leicht.
Das einzige, was ich nicht gut fand, war, daß der Einlaß eigentlich schon um 20 Uhr sein sollte, aber aufgrund des Soundcheks von Übermutter bis 20.30 Uhr ging!
Bin gegen 0.45 Uhr heimgekommen, aktzeptable Zeit.

Gemäß Bericht des Darmstädter Echo's am 23.2.08 waren 300 Besucher anwesend, und die Sängerin von Übermutter ist tatsächlich Lucie van Org.
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz


Zuletzt bearbeitet von schwarzer Bandit am 24.03.2008, 09:43, insgesamt 4-mal bearbeitet

Änderungsgrund von schwarzer Bandit: letzter Satz eingefügt
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
BMWchick
Gast





Geschlecht: Keine Angabe

BeitragVerfasst am: 22.02.2008, 11:37       Titel: Antworten mit Zitat

Bely,

Wieder super berichtet. Vielleicht kann Ich ja auch bald wieder mal mit.

Muss immoment etwas sparen.
Nach oben

schwarzer Bandit
Ureinwohner
Ureinwohner



Anmeldedatum: 09.06.2007
Beiträge: 2590
Geschlecht: Männlich
Wohnort: Mühltal

BeitragVerfasst am: 22.02.2008, 11:42       Titel: Antworten mit Zitat

Ja, traurig, Simone.

Aber bei Megabite am 20.3. biste doch dabei, oder?
_________________
Suchet mich nicht hier, suchet mich in euren Herzen.
Wenn ich mir dort kein Denkmal gesetzt habe, dann habe ich umsonst gelebt!

Grabsteininschrift in Graz
Nach oben

Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen   Beiträge ausdrucken    Dölli`s Diskussionsforum Foren-Übersicht -> Musik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4 ... 32, 33, 34  Weiter
Seite 3 von 34

 

Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Dölli`s Diskussionsforum wurde seit 25.06.2007    Mal besucht.
Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group.  Enhanced by Stefan Döllinger.

Die professionelle Software zum überwachen der öffentlichen IP-Adresse